Beurteilungen

Wie andere uns sehen

Die beste Bewertung für ein Heim kann im­mer nur die Zu­frie­den­heit der Be­woh­ner und An­ge­hö­ri­gen sein. Da­her stel­len wir Ih­nen hier in un­regel­mäßiger Fol­ge ei­ni­ge Brie­fe an uns vor. Außer­dem sam­meln wir hier die Mein­ung der Me­dien über uns und stel­len Sie Ihnen zur Ver­füg­ung.

Ein Wort in ei­gen­er Sa­che: Wie Sie viel­leicht wissen, er­folgt seit Ende 2009 eine bun­des­weite Prüf­ung zur Si­tua­tion in den deut­schen Pfle­ge­hei­men. Auch wir wer­den uns die­ser Prüf­ung un­ter­wer­fen. Lei­der ha­ben aber die er­sten erfolg­ten Prüf­ungen ge­zeigt, dass die ab­gefrag­ten Transparez-Kri­ter­ien nicht im­mer mit der tat­säch­lichen Pfle­ge und Be­treu­ung über­ein­stim­men, son­dern vor­nehm­lich auf die

Kon­zepte und Doku­menta­tionen ab­zie­len; hier gibt es noch er­heb­lichen Klär­ungs­bedarf. Wir ha­ben daher - wie viele an­dere ham­burg­ische Pfle­ge­heime - Ein­spruch gegen die Prü­fung er­hoben bzw. Stel­lung­nahmen ab­gege­ben. Sobald die Sach­lage end­gül­tig ge­klärt ist, wer­den auch wir hier die Be­wer­tung des MDK ver­öf­fent­lichen.

Frau Neubauer aus Schweden:

Tyresö, den 30. Januar 2010

Sehr geehrter Herr Rodewald!

Als meine Mutter Hermine Neubauer 95 wurde, war es soweit – krank und musste in ein Pflegeheim. In der vom Arzt empfohlenen Residenz mochte sie überhaupt nicht sein, es war zu kalt und ungemütlich.

Nach vier Wochen war also guter Rat teuer, sie wollte lieber in ein Heim in der Nähe von der Weidenallee zurück, in ihre alte Heimat. Ich lebe schon seit über 50 Jahren in Schweden und kenne mich in Hamburg nicht mehr richtig aus. Bekannte rieten mir, mich doch mal im Elisabeth Pflegeheim zu erkundigen – wer konnte ahnen, dass mein erstes Gespräch mit Frau Rita Buch ein Glückstreffer war. Seitdem meine Mutter am Kleinen Schäferkamp im April 2007 ihr neues Zuhause bekam, fühlte sie sich wohl. Das Zimmer war schön warm und mollig; als die eigenen Möbel kamen, wollte sie auch nicht wieder ausziehen. Nach jahrelangem Alleinsein freundete sie sich mit einer Zimmernachbarin an und die beiden Damen machten ihre Spaziergänge in dem schönen Garten.

Nettes Personal kam schon morgens für eventuell gebrauchte Hilfe. Die verschiedenen Namen der Schwestern schrieb meine Mutter sich auf, damit jede angesprochen werden konnte. Wir hatten jeden Tag Telefonkontakt und sie hat immer nur Gutes von allen erzählt.

Sie genoss morgens das Frühstück und nahm die erste Zeit auch bei Aktivitäten teil, welches mit der Zeit weniger wurde.

An blütenweißer Unterwäsche, gebügelten Blusen und Pullover erfreute sie sich, wenn die Wäsche kam.

Nette Hausmeister waren hilfsbereit bei kleinen Anliegen.

Wenn man das Haus betritt, überrascht die gemütliche Atmosphäre, alle grüßen freundlich und seit einem Jahr kann man ja auch wählen, ob man im Alt- oder Neubau wohnen möchte.

Als Angehörige, lebend im Ausland, war es für mich eine Freude, jeden zweiten Monat ein Gästezimmer zu bekommen und meine Mutter eine Woche zu besuchen. Das Mittagessen ist erstklassig, manchmal gute Hausmannskost und manchmal sehr elegante neue Rezepte. Dafür möchte ich mich besonders bei der Küche bedanken.

Gekonnt und sauber, serviert von nettem Personal, gern mit kleinen Scherzen. Auch an die ein „Dankeschön“.

In den drei Jahren, die meine Mutter in der Schanzenresidenz lebte, besuchte ich sie 20 mal eine Woche – das macht fünf Monate.

Habe mich viel umgesehen und bewundere das Personal, das so freundlich mit allen umgehen kann. „Tütelige“ Leute, die manchmal auskneifen, werden immer wieder nett und ohne zu schimpfen zurückgebracht. Ich hatte Glück, dass meine Mutter noch geistig auf der Höhe war und gut allein zurechtkam.

Wir haben auch an vielen Festlichkeiten teilgenommen: Frühlingsfest, Winzerfest und Richtfest. Im Plüschzimmer feierten wir ihren 96. und 97. Geburtstag und unsere Bekannten gratulierten mir dafür, dass ich ein so gutes Zuhause für meine Mutter gefunden habe.

„Wir sind schon in vielen Heimen gewesen, aber noch nie in einem so guten“, das hörte ich gern.

Im November 2009 bekam meine Mutter einen Schlaganfall, von dem sie sich nicht wieder erholte. An ihrem 98. Geburtstag brachten drei Schwestern eine Kerze und Blumen ein Ständchen am Bett. Auch ich erlebte meinen 70. Geburtstag am 16. Januar 2010 im Heim und bekam einen hübsch gedeckten Kaffeetisch. Im neuen Café hatte ich einen netten Nachmittag zusammen mit meinen Verwandten und anschließend nahmen wir Abschied von meiner Mutter, sie schließ drei Tage später ein.

Ein sehr großes „Dankeschön“ möchte ich an alle senden, die immer, aber besonders in den letzten drei Wochen so liebevoll für meine Mutter gesorgt haben.

Ich hab noch einen Koffer mit kleinen Erinnerungen im Heim und möchte nach Ostern noch einmal eine Woche in der Schanzenresidenz verbringen. Rechtzeitig melde ich mich bei Frau Steffens an.

In den neuen Prospekten der Schanzenresidenz ist alles sehr gut formuliert und ich kann zu allem nur einstimmen.

Als Rebecka-Schwester des Odd Felloworden in Stockholm verbleibe ich in

Freundschaft – Liebe – Wahrheit

Herr Hansen aus Hamburg:

Liebe Hannah -

Nun bin ich also doch hier! Und ich wollte doch auf keinen Fall unser gemeinsames Zuhause verlassen, um in einem „Heim“ zu wohnen. Ich wollte nicht abgeschoben werden, auch wenn ich sperriger und immer häufiger hinfällig geworden bin – im wahrsten Wortsinn. Ich wollte zuhause bleiben, bis …. ja, bis wann eigentlich?

Es ist Nacht. Der Mond verabschiedet sich gerade, das Haus schläft. Es atmet ruhig, es träumt …. Was mir schon nach wenigen Tagen in der Schanzenresidenz gewahr geworden ist, was ich von dir an Pflege und Fürsorge in unserem gemeinsamen Zuhause erwartet hatte.

Hier wechseln sich viele gute Geister ab, um mit dieser Mühe Schritt zu halten. Sie tun es mit Respekt und – wenn ich’s ja auch nicht so richtig sehen kann – mit einem ansteckenden Lächeln, das bleibt. Was hatte ich bloß für falsche Vorstellungen!

Das geräumige Zimmer und das Bad füllen sich langsam mit privaten Dingen. Noch fehlen meine Bücher; das Lesegerät und mein Schreibtisch sind schon da. Drüber hinweg blicke ich durch eine weite Fensterwand in den Schanzenpark und einen Fußballplatz, beleuchtet durch eine Flutlichtanlage und zurzeit tief verschneit. Das Schauen wird behindert durch Querbalken des breiten Fensterkreuzes direkt in Augenhöhe des interessierten Rollstuhlfahrers. Wieso? „Bauvorschriften“, werde ich belehrt. Anpassung an die Höhe des Balkongitters auf der anderen Häuserseite. Man lernt nicht aus!

P.S.:

Eben hörte ich noch eine Erklärung für den kräftigen Querträger des Fensterkreuzes: So blenden die Scheinwerfer der Fußball-Flutlicht-Anlage nicht! Dazu schon wieder das beschriebene Lächeln.

Meinen Appetit stört das nicht: vier Darreichungen am Tag aus guter deutscher Küche strukturieren den Tagesablauf. Der Service serviert mit dem bereits erwähnten Lächeln im großen Saal, in den Speiseräumen, die es in jedem Stockwerk gibt. Oder individuell im Zimmer, wie zurzeit für mich: Ich leide als Ungeübter noch ein wenig unter „Agoraphobie“.

Meine Sozialisierung macht aber Fortschritte: war schon beim gemeinsamen Weihnachts-Basar, beim Weihnachtsfest um beim Silvestervergnügen! Dort habe ich die Weisheit bestätigt gefunden, dass das Ganze auch hier mehr ist, als die Summe seiner Teile.

Gelernt habe ich auch, dass die Residenten hier keine „Gäste“ und keine „Patienten“ sind, sondern „Bewohner“. Die Residenz ist weder Hotel, noch Krankenhaus. Vielleicht könnte man uns noch als „Passagiere“ bezeichnen: mit ihren eleganten Korridoren und den abzweigenden Appartements hat die Residenz etwas von einem Ocean-Liner auf großer Fahrt im Strom der Zeit mit der Destination zum Meer der Ruhe.

Das Frühstück kommt. Ich schließe dankbar und glücklich, dass ich es mit deiner Energie so gut getroffen habe.

Bonne Chance!

Jürgen